Moderation ist eine Methode zur gemeinsamen Arbeit in Gruppen, unterstützt durch einen Moderator.

Das Ziel ist, mit allen Gruppenmitgliedern einen gemeinsamen Lernprozess zu gestalten. 

Das Beherrschen von Moderationsmethoden gehört zum Standardrepertoire jedes Teamers.

Moderation zielt darauf ab, 

  • die Kreativität der Teilnehmer zu fördern, 
  • Ideen allen zugänglich zu machen, 
  • gemeinsam zu Ergebnissen und Entscheidungen zu gelangen, die von der ganzen Gruppe im Konsens getragen und umgesetzt werden. 

Dabei ist im gesamten Gruppenprozess eine Beteiligung der Teilnehmer zu erreichen, 

  • so dass sie engagiert sind, 
  • gezielt Aufgaben lösen können, 
  • dabei ihre eigenen Interessen verwirklichen können 
  • und so weitgehend frei arbeiten. 

Bedeutsam für das Gelingen sind auch die Atmosphäre, die Rollen in der Gruppe, die Offenheit und der Umgang mit abweichenden Meinungen.

Visualisierung ist das A und O einer Moderation. Warum? 

  • Visualisierung verbindet Text bzw. Gesprochenes und Bild und macht damit Informationen leichter erfassbar. 
  • Sie bietet eine Orientierung im Verlauf der Argumentation. 
  • Die Mitglieder der Gruppe haben die wichtigen Punkte vor Augen und weniger Gedanken gehen verloren.
  • Visualisierung fördert das Behalten von Informationen

ca. 10 %        von dem, was er liest
ca. 20 %        von dem, was er hört
ca. 30 %        von dem, was er sieht
ca. 50 %        von dem, was er hört und sieht
ca. 90 %        von dem, was er hört und sieht und sich selbst erarbeitet
(Wenn die Teilnehmer also über ein Projekt… nicht nur informiert werden, sondern aktiv daran mitgestalten, noch dazu in Kombination von Wort, Schrift und Selbstständigkeit, dann ist die Chance groß, dass die in der aufgewandten Zeit erreichten Ergebnisse nicht wieder vergessen, sondern in die Tat umgesetzt werden.)

  • Visualisierung macht den Prozess und die Ergebnisse einer Gruppenarbeit sichtbar.
  • Für einen Redner ist es eine Hilfe für den Vortrag, da er sich auf zentrale Begriffe reduzieren muss.
  • Visualisierung kann in Diskussionen, bei der Präsentation von Ergebnissen aus der Gruppenarbeit, bei der Vermittlung von Sachwissen usw. verwendet werden.
  • Visualisierung ist eine Voraussetzung für erfolgreiches Arbeiten in einer Gruppe!

Dabei ist eine wichtige Regel zu beachten:
Teams arbeiten an einer gemeinsamen Visualisierung!

Alle Augen blicken in die gleiche Richtung und auf eine gemeinsame Unterlage, z.B. Flipchart oder Beamer 
... aber nicht beide gleichzeitig! 

Deine Haltung

  • Visualisierung muss für alle sichtbar sein! - Achte darauf, dass du selber nicht im Blickfeld stehst!
  • Sprich nicht zu den Medien, sondern zu den Menschen.
  • Wenn du einen Overheadprojektor benutzt, zeige auf die Folie mit einem spitzen Bleistift, nicht mit dem Finger. Den Stift dann liegen lassen.

Struktur

  • Der Aufbau muss auf einen Blick erkennbar sein: Sortiere Oberthemen, verwende Trennlinien, Kästchen etc. - trotzdem nicht überfrachten!
  • Fasse Sinneinheiten optisch zusammen (farblich, räumlich)
  • Nutze Farben, Symbole, Unterstreichen und Karten unterschiedlicher Formen zur Hervorhebung von Überschriften und wichtigen Aussagen.
  • Stelle einen Zusammenhang zwischen Sprache und Visualisierung her.
  • Benutze die Visualisierung als „roten Faden“.
  • Farben
  • Verwende maximal drei Farben pro Darstellung.
  • Bedeutung der Farben:
    • rot = Signalfarbe! (z.B. Regelaufstellung)
    • gelb = Sonne; kreativ, aktiv (z.B. Ideenfindung)
    • orange = Partizipation; gesellig, aktiv (z.B. Gruppenarbeit)
    • grün = Gleichgewicht; neutral, beruhigend (z.B. Kompromissfindung)
    • blau = Wahrheit; kalt, passiv (z.B. Wissensvermittlung)
    • weiß = Einfachheit; klar, leer (z.B. Rahmen beschreiben)
  • Bilder
  • Nutze Schemazeichnungen, Diagramme, Bilder, Grafiken und Symbole!

Fernwirkung

  • Denke daran, dass Plakate aus 5 Metern Entfernung lesbar sein müssen!
  • Schreibe groß, deutlich und in Druckschrift!
  • Moderationsmethoden aktivieren alle Teilnehmenden zielgerichtet. 
  • Die Teilnehmer schreiben auf eine Frage hin Argumente auf Pinkarten oder markieren mit Klebepunkten ihre Prioritäten. 

Hier eine Auswahl der wichtigsten Methoden: Tafel, Whiteboard, Flipchart, Pinnwand (z.B. Metaplansystem…), Moderationskarten, Sticky Wall – („Blaue Wand“), Overheadprojektor, Visualizer, Beamer + PC, Wandzeitung – Plakat, oder auch mit Karten auf dem Boden, im Sand, an Stuhlrücken…