Die Aufklärungsquote der Jugendlichen in den letzten Jahren auch vor allem dank der schulischen Sexualerziehung deutlich zugenommen. Dabei bezieht sich die Aufklärung häufig auf die „Technik“, aber die dazugehörige Persönlichkeitsentwicklung wird oft vernachlässigt. Sexuelle Gewalt, Abtreibungen und auch ungewollte Schwangerschaften bei Minderjährigen zeigen, dass trotz verbesserter Aufklärung die Umsetzung im Leben oft nicht klappt.

 

Zum Beispiel kann es sein, dass ein Mädchen über Risiken beim ungeschützten Geschlechtsverkehr aufgeklärt ist, aber sich dem Druck der Clique oder des Freundes „das erste Mal“ zu erleben nicht entziehen kann. Eigenen Wünsche und Möglichkeiten der Verhütung rücken in den Hintergrund.

Die Gruppenstunde ist ein Raum in dem  Fragen zu Sexualität, Liebe und Gefühlen auftauchen. Als Vertrauensperson kannst Du als Gruppenleiter/in gestellte Fragen beantworten und bei Konflikten helfen. Sexuelle Aufklärung darfst Du jedoch ohne das Einverständnis der Eltern nicht durchführen. Das Erziehungsrecht steht (allein) den Eltern zu und sie dürfen auch entscheiden, an welchen Veranstaltungen ihre Kinder teilnehmen dürfen und an welchen nicht. Deshalb ist es wichtig, dass Du mit diesem Thema besonders verantwortungsvoll umgehst und die Eltern mit einem kurzen Brief (dass das Thema jetzt dran ist) informierst und eine Einverständniserklärung von ihnen einholst.

 

Zum Thema Sexualität gehört aber nicht nur die „Aufklärung“, sondern noch viele andere Komponenten

 

- Liebe/Beziehungen

- Werte und Moral

- Rollenverhalten und -erwartungen

- Missbrauch

- Coming out - Homosexualität

 

Zu diesen Themen findest Du rechts Praxistipps und weiterführende Links.

Weiteres Material zum Thema kannst Du bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA) bestellen - das ist meist kostenfrei.