< Handy Klingeltöne selber machen
22.08.2005 18:24 Alter: 12 yrs
Kategorie: Kampagne

Weniger Nachhilfe für arme Kinder


Durchschnittlich jeder vierte Schüler erhält in Deutschland bezahlten Nachhilfe-Unterricht.

Das können sich Familien mit hohem Einkommen am ehesten leisten: Kinder aus Haushalten im oberen Einkommensviertel nehmen mehr als doppelt so häufig (36 Prozent) bezahlte Nachhilfe in Anspruch wie Kinder, die in Haushalten des unteren Einkommensviertels aufwachsen (15 Prozent).

Insgesamt nehmen Gymnasiasten in den alten Bundesländern am häufigsten Nachhilfe. In den neuen Bundesländern erhalten deutlich weniger Schüler/-innen Nachhilfe als in den alten Bundesländern (16 zu 30 Prozent). Dieses Verhältnis bleibt bei den Gymnasiasten (West: 36, Ost: 11 Prozent) und Realschüler (West: 32, Ost: 19 Prozent) erhalten. Nur die Hauptschüler nehmen in den Neuen Ländern häufiger (25 Prozent) bezahlte Nachhilfe in Anspruch als in den alten Ländern (12 Prozent).

Das Bundesministerium für Bildung sieht in dem Ausbau von Ganztagsschulen eine Möglichkeit, soziale Ungleichheiten in der Bildung zu beseitigen. Andere Stimmen fordern außerdem neue Lern- und Lehrmethoden in der Schule, um Nachhilfe außerhalb des Schulunterrichts überflüssig zu machen.

Diese Zahlen stammen aus dem Sozio-oekonomischen Panels (SOEP). Das SOEP ist eine multidisziplinäre Längsschnittstudie, die über Daten aus mehr als 20 jährlichen Befragungswellen verfügt.


Seite druckennach oben